Folsäure zu niedrig?
Folsäure zu niedrig kann zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Blutarmut führen. Doch wie erkennst du einen Folsäuremangel und wie kannst du ihm gegenwirken? Im folgenden Artikel erfährst du mehr.
Folsäure zu niedrig – so erkennst du einen Folsäuremangel
Folsäure, auch als Vitamin B9 bekannt, trägt unter anderem zur normalen Blutbildung, zur normalen psychischen Funktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich ein niedriger Folsäurespiegel oft durch Anämie (Blutarmut), Blässe, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder depressive Verstimmung bemerkbar macht. Aber auch Symptome wie anhaltende Magen-Darm-Probleme, Appetitmangel oder ungewollter Gewichtsverlust können einen Mangel an Folsäure anzeigen. Auch Schleimhautveränderungen an der Zunge werden bei Folsäuremangel oft festgestellt. („Zungenbrennen“). Wenn du unter unter einem oder mehreren dieser Symptome leidest, solltest du einen Bluttest durchführen lassen um Gewissheit über deinen Folsäurespiegel zu erhalten.
Ab welchem Wert ist Folsäure zu niedrig?
Der Normalwert von Folsäure im Blut liegt bei über 2,5ng/ml. Wenn du einen Wert zwischen 2 und 2,5ng/ml aufweist ist Folsäure zu niedrig, ab weniger als 2ng/ml Folsäure im Blut spricht man von einem Mangel. Übrigens: ein zu hoher Wert von Folsäure im Blut ist eher unwahrscheinlich, da B9 als wasserlösliches Vitamin bei Überschuss über die Nieren ausgeschieden wird.
Für wen ist Folsäure besonders wichtig?
Grundsätzlich ist ein ausgeglichener Folsäurewert für alle Menschen erstrebenswert, besonders während Schwangerschaft und Stillzeit solltest du aber deine Folsäureversorgung im Blick behalten. Folsäure trägt nämlich zum Wachstum mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei und hat eine Funktion bei der Zellteilung. Auch bei Kinderwunsch wird Frauen empfohlen, auf ausreichend Folsäure in der Ernährung zu achten.
Warum ist Folsäure zu niedrig?
Neben Fehl- und Mangelernährung kann ein Mangel an Folsäure auch andere Ursachen haben. Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch, chronische Lebererkrankungen aber auch Diabetes und chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes können zu einem Mangel an Folsäure führen.
In welchen Lebensmitteln ist Folsäure enthalten?
Wenn du vermutest, dass deine Wert an Folsäure zu niedrig ist, solltest du folgende Lebensmittel in deinen Speiseplan aufnehmen:
- Spinat, Blattsalat
- Kohlgemüse wie Brokkoli, Grünkohl oder Rosenkohl
- Spargel
- Hülsenfrüchte
- Milchprodukte
- Eier
- Leber
Solltest du deinen Bedarf nicht über die Ernährung decken können, kann ein Nahrungsergänzungsmittel mit Folsäure sinnvoll sein.
Folsäure zu niedrig? Fazit:
Folsäure ist ein wichtiger Baustein für zahlreiche Prozesse im Körper – von der Blutbildung bis hin zur Zellteilung. Ist der Folsäurewert zu niedrig, können Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Blutarmut die Folge sein. Umso wichtiger ist es, mögliche Anzeichen frühzeitig zu erkennen und auf eine folsäurereiche Ernährung zu achten. Besonders Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und Stillende sollten ihre Versorgung im Blick behalten. Bei Verdacht auf einen Mangel kann ein Bluttest Klarheit schaffen und dabei helfen, rechtzeitig gegenzusteuern.



